Warum ist Viralität wichtig und wie kann ich Viralität messen?

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Viralität heißt das Zauberwort des 21. Jahrhunderts. Aber warum ist das überhaupt wichtig und noch viel wichtiger, wie messe ich Viralität eigentlich? Unternehmen und Non-Profit-Organisationen geben jedes Jahr mehrere Millionen Euro für Online-Werbung aus, um neue Interessenten für ihre Produkte und Webseiten zu gewinnen. Werbung hat allerdings einen großen Nachteil. Menschen glauben ihr nicht. Über zwei Drittel vertrauen den Inhalten von Anzeigen in sozialen Netzwerken nicht bis überhaupt nicht. Die Werte für Online-Werbespots und Online-Werbebanner sind nicht viel besser. Ganz anders sieht es bei Empfehlungen durch Bekannte aus. Diesen vertrauen 78% aller Menschen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Erfolg von Internetunternehmen meist nicht auf großen Werbekampagnen, sondern auf Mundpropaganda basiert. AirBnB oder Uber wuchsen so schnell, weil Kunden Freunde und Bekannte über die Seite einladen konnten. Wurden diese ebenfalls Kunden, erhielten beide eine Gutschrift. Nicht viel anders sieht es für Non-Profit-Organisationen aus. Natürlich kann man sich in die Fußgängerzone stellen und Unterschriften und Fördermitgliedschaften sammeln. Aber es ist sehr viel schwerer eine fremde Person, als Freunde und Bekannte von etwas zu überzeugen. Deshalb sollte man auch hier auf Empfehlungen durch bestehende User und Förderinnen setzen. Wie aber kann man Viralität nun messen? Dafür hat sich der K-Faktor etabliert. Die Formel dazu lautet:
k = a * b * c * d
  • a: Der Anteil der User, die einen Inhalt teilen
  • b: Die durchschnittliche Anzahl der Shares pro User.
  • c: Die durchschnittliche Anzahl der neuen Besucher, die über den geteilten Inhalt kommen.
  • d: Der durchschnittliche Anteil der neuen Besucher, welche das Conversionziel erreichen.
Ein Beispiel: 20% der Unterzeichner einer Petition teilen diese anschließend auf Facebook, Twitter oder per E-Mail. Im Durchschnitt teilt jeder dieser User den Inhalt 1,25-mal. Über jeden dieser geteilten Links kommen zehn neue Besucher auf die Petitionsseite. Die Hälfte dieser unterzeichnet die Petition.
k = 0,2 * 1,25 * 10 * 0,5 = 1,25
Ein Produkt ist viral, wenn der K-Faktor größer als eins ist. Dieses Ziel ist aber in der Realität sehr schwer zu erreichen.

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Jacob Fricke

Hi, ich bin Jacob. Ich arbeite als Fundraiser und Datenanalyst bei Campact. Mehr Informationen über mich findest Du auf dieser Seite.

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By Jacob Fricke

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